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Mein Name ist Christopher Uhe, ich bin momentan 19 Jahre alt und leiste einen Freiwilligendienst in Ungarn und werde mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.
Mit diesen Blog, halte ich Freunde, Familie und jeden, den es interessiert auf dem Laufenden.

Montag, 26. September 2011

Der erste Tag, eine Schwester aus den Staaten und ein spirituelles Wochenende.

Der erste Arbeitstag ist geschafft und ich bereue es nicht, mich für mein FSJ angemeldet zu haben ;)

Mein Tag begann damit, dass ich mich vor den Deutschräumen einfinden sollte. Dort traf ich Tamas und Judit, 2 Deutschlehrer, welche mich begrüßten und mir sagten, was zu tun sei.
Daraufhin begann für mich der "Unterricht" - ich sollte mit 2 Schülern der 12. Klasse in einen abgelegenen Raum gehen (wir sind einfach mal an die frische Luft gegangen und haben uns auf den Schulhof gesetzt). Mit diesen beiden Schülern sollte ich mich dann über irgendwelche Themen unterhalten. Da es natürlich für uns alle die erste gemeinsame Stunde war, wurden erstmal die Basics abgeklappert (Name? Alter? Geschwister? und und und).
Danach hatte ich Schüler der 10. und 9. Klasse, welche grade aus Deutschland kamen. Dort haben sie von der Theater AG aus eine Woche verbracht (2 Tage in Dresden und den Rest in Berlin/Potsdam).
Danach ging es für mich zum Essen in die Mensa, wo es eine höchst interessante und doch ziemlich ungewöhnliche Zusammenstellung gab.

Als Vorspeise gab es (Buchstaben)Nudelsuppe - klingt ja noch ganz normal.
Als Hauptspeise gab es dann Fleisch (sowas wie Braten) mit Kartoffeln und einer Art Obstsauce. Ich habe sowas vorher noch nie gegessen, es war aber ziemlich lecker!
Beim Mittagessen gesellte sich dann eine Dame älteren Semesters zu meinen Tisch, welche mich gleich auf Englisch nach einer Serviette fragte und sich dafür entschuldigt hat, dass sie nicht so gut Ungarisch spricht. Als ich daraufhin entgegnete, dass es mir genauso geht, kamen wir ins Gespräch.
Ihr Name ist Sally, sie ist eine Schwester aus den Staaten und wohnt schon 3 Jahre hier im Gymnasium und scheint ebenfalls zu unterrichten. Auf die Frage hin, warum sie denn noch nicht fließend Ungarisch spreche, entgegnete sie nur trocken, dass sie zwar eine gute Lehrerin, aber eine furchtbare Schülerin sei.
Sie hörte sich an, woher ich komme, was ich hier mache und was ich mal werden möchte und war höchst entzückt. Zu meinem Wunsch Lehrer zu werden meinte sie, dass sie es nie bereut hat und mir das bestimmt auch liegen würde.

Nach dem Essen hatte ich dann noch Konversationsunterricht in einer 12. Klasse. Danach sollte ich mich bei meinem Direktor Ferenc einfinden, welcher mir von Bálint Nagy und seinen Projekten erzählt hat, welcher mir auch gleich vorgestellt wurde.
Bálint ist so etwas wie der geistige Beistand der Schule(wenn ich das richtig verstanden habe ;D) und plant mit ein paar Lehrern ein spirituelles Wochenende, bei dem sie mit einer Schulklasse in die Berge fahren, mit Lagerfeuer, sich seiner selbst bewusst werden und dort übernachten. Abgeschnitten von Telefon oder Internet.
Hierbei soll ich auch helfen. Ich werde das Essen für die Gruppe dorthin fahren, es vorbereiten und natürlich auch an diesem Wochenende teilnehmen. Es wird bestimmt sehr interessant und vielleicht hilft es mir ja auch, mit mir ins Reine zu kommen ;)

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